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	<title>LiteraTourSeite &#187; Grau ist alle Theorie</title>
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	<description>Wüste verleih&#039; Stimme dem Suchenden ...</description>
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		<title>Faust I &#8211; Studierzimmer-Sch&#252;ler</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 13:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Faust I.]]></category>
		<category><![CDATA[Grau ist alle Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang von Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Mephisto]]></category>
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Click here to view the embedded video.
&#160;
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Faust I &#8211; Studierzimmr &#8211; Sch&#252;ler
von Johann Wolfgang von Goethe
&#160;
entrichtend Lob und Dank
an PythiasBest
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Sch&#252;ler.
O gl&#252;cklich der, den Ihr belehrt!
Fast m&#246;cht ich nun Theologie studieren.
Mephistopheles.
Ich w&#252;nschte nicht, Euch irre zu f&#252;hren.
Was diese Wissenschaft betrifft,
Es ist so schwer, den falschen Weg zu meiden,
Es liegt in ihr so viel verborgnes Gift,
Und von [...]]]></description>
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<center><p><a href="http://www.LiteraTourSeite.de/?p=278"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></center></p>
<p>&nbsp;<br />
<br />&nbsp;<br />
<center><br />
<font size="3"><strong>Faust I &#8211; Studierzimmr &#8211; Sch&#252;ler</strong></font><br />
von Johann Wolfgang von Goethe<br />
<br />&nbsp;<br />
<font size="0">entrichtend Lob und Dank<br />
an <a href="http://de.youtube.com/user/PythiasBest" target="_blank">PythiasBest</a></font><br />
<br />&nbsp;<br />
<br />&nbsp;<br />
<img src="http://www.literatourseite.de/_bilder/bild_ornament.gif" border="0" alt="" /><br />
<br />&nbsp;</p>
<p></center><br />
<br />&nbsp;<br />
<strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
O gl&#252;cklich der, den Ihr belehrt!<br />
Fast m&#246;cht ich nun Theologie studieren.</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Ich w&#252;nschte nicht, Euch irre zu f&#252;hren.<br />
Was diese Wissenschaft betrifft,<br />
Es ist so schwer, den falschen Weg zu meiden,<br />
Es liegt in ihr so viel verborgnes Gift,<br />
Und von der Arzenei ist&#8217;s kaum zu unterscheiden.<br />
Am besten ist&#8217;s auch hier, wenn Ihr nur einen h&#246;rt,<br />
Und auf des Meisters Worte schw&#246;rt.<br />
Im ganzen- haltet Euch an Worte!<br />
Dann geht Ihr durch die sichre Pforte<br />
Zum Tempel der Gewi&#223;heit ein.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
Doch ein Begriff mu&#223; bei dem Worte sein.</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Schon gut! Nur mu&#223; man sich nicht allzu &#228;ngstlich qu&#228;len<br />
Denn eben wo Begriffe fehlen,<br />
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.<br />
Mit Worten l&#228;&#223;t sich trefflich streiten,<br />
Mit Worten ein System bereiten,<br />
An Worte l&#228;&#223;t sich trefflich glauben,<br />
Von einem Wort l&#228;&#223;t sich kein Jota rauben.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
Verzeiht, ich halt Euch auf mit vielen Fragen,<br />
Allem ich mu&#223; Euch noch bem&#252;hn.<br />
Wollt Ihr mir von der Medizin<br />
Nicht auch ein kr&#228;ftig W&#246;rtchen sagen?<br />
Drei Jahr ist eine kurze Zeit,<br />
Und, Gott! das Feld ist gar zu weit.<br />
Wenn man einen Fingerzeig nur hat,<br />
L&#228;&#223;t sich&#8217;s schon eher weiter f&#252;hlen.</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong> (f&#252;r sich).<br />
Ich bin des trocknen Tons nun satt,<br />
Mu&#223; wieder recht den Teufel spielen.<br />
(Laut.) Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen;<br />
Ihr durchstudiert die gro&#223;, und kleine Welt,<br />
Um es am Ende gehn zu lassen,<br />
Wie&#8217;s Gott gef&#228;llt.<br />
Vergebens, da&#223; Ihr ringsum wissenschaftlich schweift,<br />
Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;<br />
Doch der den Augenblick ergreift,<br />
Das ist der rechte Mann.<br />
Ihr seid noch ziemlich wohl gebaut,<br />
An K&#252;hnheit wird&#8217;s Euch auch nicht fehlen,<br />
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut,<br />
Vertrauen Euch die andern Seelen.<br />
Besonders lernt die Weiber f&#252;hren;<br />
Es ist ihr ewig Weh und Ach<br />
So tausendfach<br />
Aus einem Punkte zu kurieren,<br />
Und wenn Ihr halbweg ehrbar tut,<br />
Dann habt Ihr sie all unterm Hut.<br />
Ein Titel mu&#223; sie erst vertraulich machen,<br />
Da&#223; Eure Kunst viel K&#252;nste &#252;bersteigt;<br />
Zum Willkomm tappt Ihr dann nach allen Siebensachen,<br />
Um die ein andrer viele Jahre streicht,<br />
Versteht das P&#252;lslein wohl zu dr&#252;cken,<br />
Und fasset sie, mit feurig schlauen Blicken,<br />
Wohl um die schlanke H&#252;fte frei,<br />
Zu sehn, wie fest geschn&#252;rt sie sei.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
Das sieht schon besser aus! Man sieht doch, wo und wie.</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,<br />
Und gr&#252;n des Lebens goldner Baum.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
Ich schw&#246;r Euch zu, mir ist&#8217;s als wie ein Traum.<br />
D&#252;rft ich Euch wohl ein andermal beschweren,<br />
Von Eurer Weisheit auf den Grund zu h&#246;ren?</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Was ich vermag, soll gern geschehn.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.<br />
Ich kann unm&#246;glich wieder gehn,<br />
Ich mu&#223; Euch noch mein Stammbuch &#252;berreichen,<br />
G&#246;nn Eure Gunst mir dieses Zeichen!</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Sehr wohl.</p>
<p>(Er schreibt und gibt&#8217;s.)</p>
<p><strong>Sch&#252;ler</strong>.(liest)<br />
Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum.</p>
<p>(Macht&#8217;s ehrerbietig zu und empfiehlt sich.)</p>
<p><strong>Mephistopheles</strong>.<br />
Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange,<br />
Dir wird gewi&#223; einmal bei deiner Gott&#228;hnlichkeit bange!<br />
[...]</p>
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