
„Ich glaube, dass geistiger Fortschritt in einem gewissen Stadium von uns verlangt, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer leiblichen Bedürfnisse zu töten.“
Mahatma Ghandi Führer der indischen Selbständigkeitsbewegung Friedensnobelpreisträger
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Inwieweit dieser Grundsatz ethischen Handelns gerade um die friedliche Weihnachtszeit einen hochheiligen Anklang findet, lässt sich wohl aus den Verkaufszahlen der Fleischindustrie ablesen.
Irgendwie finde ich die Spezies Mensch schon schizophren:
Einerseits ein höchst ästhetisch veranlagtes Wesen, das am Heilig Abend mit bedächtigem Sinn und fühlendem Herzen in architektonische Kunstbauten sprich Kirchen strömt, um derorts mit feuchtem Auge und geradezu exstatischer Entzückung im Liebschall erhobener Stimme den Schöpfer aller Dinge lobt und anschließend sich beim Weihnachtsessen barbarisch über dessen leidensfähigen Geschöpfe hermacht, obwohl der Mensch doch “den Garten [Eden] bewahren solle, mit weisem Regieren und Achtung seiner Geschöpfe”.
Bekanntlich kommt ja zuerst das Fressen und dann die Moral, wobei letztere wiederum vom leuchtenden Tannenbaum überstrahlt wird und die darunter angesammelten Geschenke es dem menschlichen Geist leicht machen, aufkommende Bedenken an der nicht bibelkonformen Esskultur zu zerstreuen.
Konkret denke man auch an die süßen Entchen in einem Bach, die man desöfteren schon mit Brot(-Resten) gefüttert hat und so seiner Tierliebe selbstschmeichelnd gehuldigt hat, andererseits aber um die friedensverheißende Weihnachtszeit diesen in knuspriger Form rein kullinarisch begegnen möchte: „Lasset unsre Häupter senken und an unsren Schöpfer denken. Wie reich hat uns doch unser himmlischer Vater beschenkt. Halleluja. AMEN“.
Man sieht, der Mensch ist äußerst ambivalent und jeder backt sich eben seine Brötchen so, wie er sie haben will und mundgerecht bekömmlich sind. Letztlich ist alles nur eine Frage der Auslegung, ein diffuses Aufschimmern lassen selbstdienlicher Moral … eine Sache der konstruierten Legitimation.
Aber das hatten wir ja schon einmal in der Geschichte: hier klicken!
©Ralph Schumacher
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Schlüsselbegriffe barbarisch, Blasphemie, Festessen, Gotteslästerung, Heuchelei, schizophren, Schmaus, Tierquälerei, Veganismus, wahre Tierliebe, Weihnachten, Weihnachtsfest
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