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Wüste verleih' Stimme dem Suchenden …
 
 
 




Schreiben an die Schillergesellschaft


eingestellt am 11. November 2009
in Gedankenschau


Liebe Brüder im Geiste,

wie einstens ich Buchhändler Schwan aus Mannheim die Bogen meines Räuberdramas zu überreichen gedachte, so auch am gestrigen Tage.
Das Manuskript eines jüngst mir entstammten Stückes weist sicherlich noch passagenweise Mängel auf und ich täte gut daran, ihm einen wohlfeileren Ausdruck noch angedeihen zu lassen. Ich werde diesem Bestreben in Bälde nachkommen.

So begab ich mich munt’ren Schrittes zum Orte unserer angedachten Begegnung, der Eingangshalle des Schiller-Nationalmuseums.
Doch wehe, Einlass begehrend, dem Erdgeborenen, der sich nicht vom Schlamme Prometheus’ zu höherem Töpferwerke empor geadelt hat! Ihm wehren auch heute noch des Standes Schranken und eines Kerberos’ gleich gebärdet sich mancher Wachmann, die Pforte verrammelnd.
Schändlicher, dreimal schändlicher Weltgeist.

Galt dieser hochheilige Tag ernsten Gedenkens nicht der Idee eines allumspannenden Menschheitsbundes, dem edleren Freigeist, der sich über jegliches Standesdünkel mit Engelsschwingen hinweg zu heben vermag?
Segnet man so mein Andenken und zollt meiner Idee Bewunderung, indem man kärglich den Tatendrang erschlaffen lässt?

Wie dem auch sei…
Durch diesen misslichen Umstand wurde ich Schwan leider nicht gesichtig und übergebe Euch anbei mein Manuskript mit der Bitte um Weiterreichung an ihn.

Mit freundlichem Federschwunge

Schiller

P.S.
Desweiteren erhoffe ich, den mir in jüngsten Kindertagen liebgewonnenen Kastanienbaum auf der namentlich benannten Schillerhöhe einzuzäunen, um ihn vor urinierenden Hunden zu bewahren, jenen Baum, unter dessen Blätterdach ich -göttlicher Gnaden zuteil- der Musen Geschenk empfing.
Denn dieser heil’ge Bezirk erscheint mir noch ehrwürdiger als das mir eigens errichtete Pantheon, ein Menschengebäu.


©Ralph Schumacher
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Selige Anhöhe


eingestellt am 26. Oktober 2009
in Hymnen



Venus, auf deinem Mooseshügel erbringe ich Opfer
Dir! Mit dem keuchen Gebot stummer Lippe lobpreis’
heil’ges Gefild ich, mit taufechtem Hauch, der von der Sehnsucht
schallt und noch mächt’ger ertönt als der Parzen Gesang.

 


©Ralph Schumacher
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Matt Harding – Dancing


eingestellt am 24. Oktober 2009
in Gedankenschau,Vertonungen


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Gesang    Palbasha Siddique
Musikrichtung    Ballade, Bengali “Folk”
Komponist    Garry Schyman

 

 
Liedtext: “Praan” (Original)


Bhulbona ar shohojete
Shei praan e mon uthbe mete
Mrittu majhe dhaka ache
Je ontohin praan

[CHORUS:]
Bojre tomar baje bashi she ki shohoj gaan shei shurete jagbo ami [..]

Shei jhor jeno shoi anonde
Chittobinar taare
Shotto-shundu dosh digonto
Nachao je jhonkare!

[CHORUS]

 

 
Liedtext: “Leben” (Übersetzung)


Der gleiche Lebensstrom, der Tag und Nacht durch meine Venen läuft,
läuft durch die Welt und tanzt in rhythmischen Schritten.

Es ist das gleiche Leben, das freudig durch den Staub der Erde schießt
in unzähligen Grashalmen,
und in unbändige Wellen von Blättern und Blumen ausbricht.

Es ist das gleiche Leben, das in der Meereswiege der Geburt
und des Todes hin und her schaukelt, in Ebbe und Flut.

Es fühlt sich so an als ob meine Arme und Beine erhoben werden
durch diese Berührung mit dieser Welt des Lebens.
Und mein Stolz kommt vom Lebenspuls der Zeitalter,
der in diesem Augenblick in meinem Blut tanzt.


©Ralph Schumacher
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